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Häufige Fragen

Alles Wichtige rund um 3D-Scan, Lieferformate und Abläufe — kurz und klar beantwortet.

Technik & Genauigkeit

Moderne Laserscanner erreichen je nach Objekt und Messsituation Genauigkeiten im Millimeterbereich. Die tatsächlich erreichbare Genauigkeit hängt von Gebäudegröße, Geometrie und den Anforderungen des Projekts ab. Laut Datenblatt meines Scanner-Herstellers (Leica) sind 6 mm Toleranz auf 10 m Distanz zu erwarten. Im Innenraumbereich sind es durchschnittlich eher ±2 mm Abweichung.

Eine Punktwolke besteht aus Millionen einzelner Messpunkte, die die vorhandene Gebäudestruktur dreidimensional abbilden. Sie dient als präzise Grundlage für CAD-Zeichnungen, BIM-Modelle und Bestandsdokumentationen.

Ein 3D-Laserscanner sendet Laserstrahlen aus und misst deren Laufzeit oder Phasenverschiebung. Aus diesen Messungen berechnet das Gerät die exakte Position jedes einzelnen Punktes. Mehrere Scanpositionen werden anschließend zu einer vollständigen Punktwolke zusammengefügt. Durch die Überlappung mit den Panorama-Fotos, die gleichzeitig erstellt werden, erhält die Punktwolke ihre Farbe.

Ein 3D-Laserscanner misst während des Scans Millionen von Punkten im Raum. Aus diesen Messdaten entsteht eine dreidimensionale Punktwolke, die das Gebäude millimetergenau abbildet und als Grundlage für CAD-Pläne oder BIM-Modelle dient.

Ja. Durch Millionen Messpunkte werden auch komplexe Geometrien (z. B. Wölbungen) vollständig erfasst. Das reduziert Messfehler und spart Zeit bei der Planung.

Beim klassischen Aufmaß werden einzelne Distanzmaße punktuell von Hand aufgenommen (klassisch: Länge × Breite × Höhe). Ein 3D-Laserscanner erfasst hingegen Millionen Messpunkte in kurzer Zeit und bildet die gesamte Gebäudegeometrie digital ab. Dadurch werden Messfehler reduziert und auch komplexe Geometrien (z. B. Wölbungen) präzise dokumentiert.

Ablauf & Projekt

Kurz als Ablauf: 1. Termin vereinbaren → 2. Gebäude scannen → 3. Punktwolke aufbereiten → 4. CAD/BIM erstellen → 5. Daten liefern.

Nein — bewohnte Wohnungen oder genutzte Büros lassen sich problemlos vermessen. Möbel und Einrichtungen stören nicht, solange der Scanner die Ober- und Unterkante jeder Wand erfassen kann. Großflächige Spiegel sollten idealerweise abgedeckt sein.

Ja. Wohnungen, Büros, Schulen oder Gewerbeflächen können meist ohne Betriebsunterbrechung vermessen werden. Möglichst wenig Bewegung während des Scans ist dennoch besser und hilfreicher, um unnötige Messpunkte zu vermeiden.

Pro Raum werden im Schnitt 3–6 Minuten benötigt. Eine typische Wohnung mit 8–10 Zimmern ist in etwa einer Stunde vollständig erfasst. Bei Mehrfamilienhäusern oder Bürokomplexen verlängert sich die Dauer entsprechend, die Ergebnisse liegen aber dennoch zeitnah vor.

Aufmaß, Punktwolke (E57), Realitätspläne und Maßgenauigkeitsbericht erstelle ich selbst — die liegen in der Regel innerhalb weniger Werktage nach dem Scan-Termin bei Ihnen. CAD-Pläne und BIM-Modelle entstehen bei meinem Partner Vidraw und benötigen je nach Umfang entsprechend länger. Den konkreten Liefertermin nenne ich Ihnen in jedem Fall schon im Angebot.

In der Regel sind keine Bestandspläne erforderlich. Falls vorhandene Zeichnungen existieren, können diese die weitere Bearbeitung erleichtern. Für eine gute Angebotskalkulation würde ich mich allerdings über mögliche Bestandspläne oder Fotos freuen. Alternativ ist für mich eine grobe Schätzung der Innenraumflächen sowie die Anzahl der Räume pro Geschoss hilfreich.

Ja. Da alle Messdaten dauerhaft vorliegen, können später zusätzliche Schnitte, Ansichten oder Detailzeichnungen erstellt werden, ohne erneut vor Ort messen zu müssen.

Leistungen & Formate

Ich liefere in allen gängigen Formaten für Architektur und Bauwesen: Punktwolken als E57, 2D-Pläne als PDF, PNG, DWG oder DXF sowie 3D-BIM-Modelle als RVT, IFC oder 3DM. Die Daten lassen sich direkt in CAD- und BIM-Software weiterverarbeiten.

Die Daten können beispielsweise in Autodesk Revit, AutoCAD, Archicad, Rhino, Vectorworks, Allplan u. v. m. weiterverarbeitet werden.

Ja. Auf Wunsch liefere ich ausschließlich die registrierte Punktwolke im E57-Format ohne weitere Bearbeitung. Dazu erhalten Sie eine LGS-Datei für den kostenlosen Leica TruViewer. Dieser bietet Ihnen einen virtuellen Rundgang aus 360°-Fotos. Somit haben Sie die Möglichkeit, das Gebäude digital kennenzulernen und Ihre Pläne und BIM-Modelle selbst abzuleiten.

Beim Scan-to-BIM wird aus einer 3D-Punktwolke ein intelligentes BIM-Modell erstellt. Wände, Türen, Fenster, Decken und weitere Bauteile werden in 3D modelliert und können anschließend direkt in BIM-Software weiterverarbeitet werden. Allerdings kann der Punktwolke nur die Bauteilgeometrie und Farbe entnommen werden — Bauteileigenschaften wie das Material können nicht bestimmt werden.

Die Punktwolke bildet den Bestand am präzisesten ab und dient als Grundlage für alle weiteren Auswertungen. Bei der Erstellung eines BIM-Modells werden Bauteile wie Wände, Decken oder Fenster modelliert und – je nach gewünschtem Detailgrad – teilweise vereinfacht dargestellt. Besonders bei gekrümmten oder verformten Bauteilen kann ein Mesh die Geometrie exakter wiedergeben. Ein Mesh enthält jedoch keine intelligenten Bauteilinformationen wie ein BIM-Modell.

Mithilfe eines Orthofotos (parallele Ansicht ohne perspektivische Verzerrung) direkt aus der Punktwolke können Pläne als PNG erstellt werden. Dieses hochauflösende PNG kann anschließend in jedes beliebige Zeichenprogramm importiert, anhand eines passenden Referenzmaßes skaliert und bemaßt und weiterverarbeitet werden. Die Grundrisse, Schnitte und Ansichten bilden dabei die Realität mit korrekter Verformung ab.

Sie sind sich nicht sicher, ob eine Sanierung Sinn macht, oder der Bestand doch abgerissen werden muss? Deshalb wollen Sie nicht gleich in teure DWG-Pläne und BIM-Modelle investieren? Oder haben Sie bei Ihrem Projekt Zeitdruck und brauchen eine schnelle Übersicht vom Bestand, statt mehrere Werktage bis Wochen auf DWG-Pläne zu warten? Dann sind Realitätspläne die beste Wahl für Sie — schnell, günstig und mehr Realität geht nicht.

Realitätspläne basieren auf dem Orthofoto (PNG) aus der Punktwolke. Dieses kann zwar importiert und in den passenden Maßstab skaliert werden — allerdings kann man damit, anders als bei einer DWG, keine Punkte fangen. Das Bemaßen, Schraffieren und Darüberzeichnen nutzt das PNG eher als Grundlage und Schablone.

Die Delta-Analyse ist eine farbcodierte Analyse verschiedenster Bauteile, mit der man deren Lotgenauigkeit prüfen kann. Mithilfe einer optimalen Referenzebene wird für jeden einzelnen Messpunkt die Distanz zur Referenzebene berechnet und dementsprechend eingefärbt. Somit kann bestimmt werden, ob z. B. eine Wand kippt oder Dellen bzw. Ausbeulungen hat.

Kosten & Einsatz

Die Kosten richten sich nach Größe, Komplexität und gewünschtem Lieferumfang. Eine reine Punktwolke ist günstiger als ein vollständiges Scan-to-BIM-Modell oder detaillierte CAD-Pläne. Je mehr Räume auf kleinerer Fläche, desto aufwendiger kann es werden. Sie können sich gerne einen unverbindlichen Preisvorschlag in meinem Kalkulator erstellen und mir als Angebot zukommen lassen. Alternativ erstelle ich Ihnen gerne nach einem kurzen Gespräch ein Festpreisangebot.

Nahezu jede Immobilie: Wohnungen, Einfamilienhäuser, Bürogebäude, öffentliche Einrichtungen, Altbauten, Neubauten und Industriehallen. Sowohl kleine Räume als auch große Flächen lassen sich zuverlässig und flexibel erfassen.

Vom einzelnen Raum bis zu Industriehallen, Bürogebäuden oder Mehrfamilienhäusern — nahezu jede Gebäudegröße kann erfasst werden.

Ja. Gerade bei Bestands- und Denkmalgebäuden bietet die 3D-Vermessung große Vorteile, da selbst unregelmäßige und stark gekrümmte Geometrien exakt dokumentiert werden.

Ja. Neben Innenräumen können Fassaden von Gebäuden mit wenigen Stockwerken, Außenanlagen und bedingt auch Satteldächer mit einem terrestrischen Scanner dokumentiert werden. Bei höheren Gebäuden empfiehlt sich eine Drohnenvermessung.

Ja — aus den Scandaten lassen sich präzise Wohnflächenberechnungen nach WoFIV, maßstabsgetreue Grundrisse und virtuelle Rundgänge erstellen. Ideal für eine professionelle Vermarktung oder Bestandsdokumentation.

Im Umkreis von ca. 2,5 Stunden Fahrzeit rund um Augsburg — z. B. München, Donauwörth, Ulm, Ingolstadt, Nürnberg, Regensburg, Kempten und Garmisch-Partenkirchen. Längere Anfahrten sind auf Anfrage jederzeit möglich.

Partner

Zwei Kommilitonen haben sich ebenfalls selbstständig gemacht. Durch unsere Dienstleistungen sowie Hardware- und Software-Tools können wir für Sie jedes Scan-to-BIM- und As-Built-Projekt umsetzen. Vitwin (3D-Gebäudevermessung) und ViPoint-Air (Drohnenvermessung) liefern dabei die Punktwolken als Messgrundlage. Vidraw wandelt diese in 2D-Pläne und 3D-BIM-Modelle um.

Nein. Da ich überwiegend vom Boden aus mit einem terrestrischen Laserscanner arbeite, würde ich bei Bedarf eine Drohnenvermessung bei höheren Gebäuden für Sie über Herrn Sager von meiner Partnerfirma ViPoint-Air organisieren.

Nein. Da ich überwiegend auf die Vermessung spezialisiert bin, würde ich das Scan-to-BIM für Sie über Herrn Fischer von meiner Partnerfirma Vidraw organisieren.

Teilweise. Bei kleineren Projekten, bei denen nur 2D-Zeichnungen benötigt werden, kann ich das selbst übernehmen. Bei größeren Projekten, besonders wenn es dazu ein BIM-Modell braucht, würde ich das für Sie über Herrn Fischer von meiner Partnerfirma Vidraw organisieren.

Sowohl ich als auch alle Inhaber meiner Partnerunternehmen studieren den Digitalen Baumeister an der TH Augsburg. Hier werden wir zum „Bauinformatiker“ ausgebildet. Wir lernen, Arbeitsprozesse zu automatisieren, Fehler zu minimieren und die Bauwelt zu digitalisieren.

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